Lade Veranstaltungen
Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
naghavi_tour_pressfoto_01

Steve Naghavi

KONZERT VERLEGT! Neuer Spielort: Matrix Bochum, Hauptstr. 200 in BO-Langendreer. // Grund: Insolvenz des örtlichen Veranstalters. // Konzert beginnt ggf 30 Min später. // Ja, wir sind auch genervt.


Steve Naghavi? Sänger und Mastermind von AND ONE, dem Synthie-Pop-Duo der 90iger, das geschafft hat, was eigentlich unmöglich zu schaffen war: den Bogen in die Gegenwart zu kriegen. Synthie-Sounds in der Nachmachart von Depeche Mode sind nunmal Stangenware, es gibt sie überall und jederzeit von jederman, aber  –  schrieb ein Kritiker  – “es gibt Synthies und es gibt And One-Synthies. Es gibt Bands, die bringen immer wieder Alben raus, die gleich klingen, und es gibt And One, die immer wieder Alben rausbringen, die wie And One-Alben klingen.” Warum das so ist? Weil And One “laut Steve Naghavi ‘der DJ unter den Bands’ ist. Sie möchten nichts erfinden, sondern zusammenmixen, was ihnen gefällt.”

Und jetzt, nach einer methusalem-langen Elektropopbandgeschichte mit treffsicheren Verirrungen (“Deutscher sei stolz”) und eleganten Punktlandungen (Konzert in Tel Aviv) geht Steve Naghavi, der Deutsch-Iraner, auf große Tour  –  solo! 

Eine ziemlich exklusive Tour, “Live & Relaxed” wird es nicht in jeder Stadt zugehen, aber in jeder Stadt, in der er spielt, wird er  –  neben ein paar Coverversionen seiner Lieblingsbands  –  seine persönliche Auswahl an Werken spielen aus all den Jahren bei AD ONE.  “Sometimes” und “Für” und “Unter meiner Uniform” und so fort, auch die “Traumfrau” wird in feinstes Synthpop-Gewand gekleidet werden.

Wichtig: Für alle anderen wird es keinen strengen Dresscode, aber  –  eine elegante Abendgarderobe wird gern gesehen. Naghavi hat Stil  –  auch das Empfinden dafür stammt aus den 80ern, er hat es hinüber gerettet. 

 


 

Und weil aktuell, ein Nachsatz noch zu Steve Naghavis “Deutscher sei stolz”-Nummer, die vor Jahren für etwas Wirbel gesorgt hat, auch für deutschtümelnden Wirbel, und die er im Interview mit metalinside vor 10 Jahren so erklärt hat:

“Ich finde eine neue Parole sollte her, keine Angst, ich meine nicht so was wie ‘Heil Hitler’, ich meine so was wie ‘Viva la France’. So was gibt es für Deutschland gar nicht.”

Oder entsteht es gerade? Nicht im Sommermärchen-Jahr 2006, sondern im Jahr von Brexit, Trump and more? Ende November 2016 jedenfalls schrieb Ian Buruma im THE NEW YORK TIMES MAGAZINE [Dank an den Perlentaucher] dies:

“Germany, too, once thought it was the exceptional nation. This ended in a worldwide catastrophe. The Germans learned their lesson. They no longer wanted to be exceptional in any way, which is why they were so keen to be embedded in a unified Europe. The last thing Germans wanted was to lead other countries, especially in any military sense. This is the way Germany’s neighbors wished it as well. Pax Americana seemed vastly preferable to a revival of German exceptionalism. I still think so. But looking once more at that photograph of the Donald and Farage, baring their teeth in glee, thumbs held high, with the gold from the elevator door glinting in their hair, I wonder whether Germany might not be compelled to question a lesson it learned a little too well.”

 

NEWSLETTER ABONNIEREN

KONTAKT

Christuskirche Bochum
Kirche der Kulturen
Platz des euro­päi­schen Versprechens
44787 Bochum