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Coco Schu­mann 2002 in der Chris­tus­kir­che | Foto Olaf Zieg­ler

„Immer, wenn ich übe, besie­ge ich Adolf Hit­ler.“ Das müs­sen wir jetzt sel­ber üben, Coco Schu­mann ist ges­tern gestor­ben. Ges­tern, als wir ihn und sei­ne Art, das Leben zu lie­ben, gefei­ert haben. Eine Legen­de des Swing, Über­le­ben­der von The­re­si­en­stadt und Ausch­witz und Dach­au: 2002 hat­te Coco sel­ber mit sei­nem Quar­tett zum Tag der Befrei­ung bei uns gespielt, ges­tern haben Chris Hop­kins, Joscho Ste­phan und Chris­ti­an Ramond sein Spiel auf­ge­nom­men und … ja, Coco stirbt, aber er tritt nicht ein­fach ab, son­dern so, wie Tho­mas Anzen­ho­fer es ges­tern las: „Ich stell­te mein Glas ab, dreh­te mich um, ging fort, bum­mel­te durch die nächt­li­che Stadt und pfiff mir mei­nen Teil: I got rhythm, I got music, I got my girl, who could ask for any­thing more …“ Zichro­no liv­racha, möge sein Geden­ken ein Segen wer­den.